Sechs Uhr morgens. Das Licht der ersten Sonnenstrahlen lässt das kristallklare Wasser gleißen. Wir sind allein an einem der unzähligen, kaum fassbar schönen Strände Sardiniens. Heute möchte ich in die Berge fliegen, mit dem kleinsten motorisierten Fluggerät der Welt, noch liegt es im Kofferraum. In den Bergen, so raunt es der Reiseführer, lebten bis vor kurzem noch viele Banditen mit ihren schweigsamen Familien. Unvorstellbar für Reisende, die nur die Küste kennen.
Sardinien entdeckten wir mit dem Auto, zu Fuß, mit dem Rad, unter Wasser und aus der Luft. Wir besuchten Reiterfeste, Tunfischfischer, Künstler und Hirten. Die Insel bietet viel und das auf kleinstem Raum: karibische Strände, bretonische Felsen, skandinavische Fjorde, Hirtenland, Korkeichen, Pinien, Macchia und aufgeschlossene Menschen. Kirstin spricht fließend italienisch. Das hilft vor allem abseits der Strände, im Hinterland - dort, wo wir keine Banditen, aber das ursprüngliche Sardinien finden.
Die Insel beschenkt seine Gäste mit wunderschönen Dünenlandschaften, gewaltigen Tafelbergen, erstklassigen Tauchrevieren, einer mediterranen Architektur und einer hervorragenden Küche. Die Schönheit des Augenblicks – auf Sardinien ist sie allgegenwärtig.